Batteriebetriebene Uhrwerke

Wie funktioniert ein batteriebetriebenes Uhrwerk ?

Batterieuhrwerke können elektromechanisch oder elektronisch sein. Heute werden fast nur noch Quarzuhrwerke und Funkuhrwerke eingesetzt.

Bevor die Möglichkeit bestand, preiswert Quarzwerke herzustellen, gab es bereits eine Reihe von Lösungen, die in kompakter Bauform und mit Batteriebetrieb akzeptable Laufzeiten und Ganggenauigkeiten erreichten. Batterieuhrwerke kombinierten schon früh verschiedene Vorteile: Der automatisierte Aufzug, sodass das Federwerk nicht mehr z. B. eine Woche vorhalten musste, sondern ggf. nur wenige Minuten. Das gestattete eine Vereinfachung der Uhrwerke und damit eine Kostensenkung des mechanischen Teiles. Der Batteriewechsel war gegenüber dem Aufziehen von Hand seltener erforderlich. Bei vielen Uhrwerkstypen ist die Ganggeschwindigkeit nicht vollständig von der Antriebskraft entkoppelt, daher reduzierte sich durch den häufigen automatischen Aufzug auch der Gangfehler. Batterieuhrwerke boten damit preiswert vergleichsweise gute Ganggenauigkeit und Komfort.

Es wurden Pendel oder Unruh durch elektromechanische Kontakte gesteuert und über Elektromagnete in Bewegung gehalten. Es gab auch über Transistoren realisierte berührungslose Steuerungen sowie die oben genannte Stimmgabeluhr.

Während bei magnetischem oder motorischem Aufzug die Kraftübertragung im Uhrwerk wie bei der konventionellen mechanischen Uhr vom Energiespeicher über das Minutenrad zum Ankerrad übertragen wird und damit sehr hohe Anforderungen an Genauigkeit und Festigkeit der Zahnräder gestellt wurde, ist bei direktem Antrieb des Pendels, der Unruh oder der Stimmgabel, aber auch beim Motor der Synchronuhr und der Quarzuhr der Energiefluss umgekehrt. Dadurch ließ sich eine weitere deutliche Vereinfachung des Räderwerkes vornehmen und Energie einsparen. Mit kleineren Batterien wurden gute Laufzeiten erreicht.