Wie funktioniert die Uhr? Zeigerformen der Uhr

Ohne sie wäre jede Uhr nicht nur gesichts-, sondern auch funktionslos. Erst die Zeiger einer Uhr ermöglichen es, die Funktionen einer Uhr sichtbar zu machen. Dabei überrascht, wie viele unterschiedliche Zeigerformen es gibt.

Haben Sie sich eigentlich schon einmal gefragt, wie die Zeiger an die Uhr gekommen sind, welche unterschiedlichen Zeigerformen und -arten es gibt und warum die Zeiger in die Richtung laufen, die wir heute landläufig als „im Uhrzeigersinn“ bezeichnen? Nicht, dann freue ich mich, in meinem neuesten Beitrag von „Wie funktioniert die Uhr?“ darauf Antworten zu geben.

 

Die Zeiger einer Uhr haben nicht nur einen dekorativen Charakter. Sie geben einer Uhr das gewisse Etwas. Aus diesem Grund ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass sich schon frühzeitig eine erstaunliche Bandbreite an ganz unterschiedlichen Zeigerformen entwickelte.

 

 

Zeigerformen im Laufe der Zeit

Als im Mittelalter die ersten Turmuhren gebaut wurden, waren diese nur mit einem einzigen Zeiger ausgestattet – dem Stundenzeiger. In Form eines Pfeiles wies er die Stunde aus. Doch die Ansprüche an eine Uhr veränderten sich mit den Jahrhunderten. Noch genauer sollten sie sein und ein jeder, der es sich leisten konnte, wollte eine haben.

 

Dem englischen Uhrmacher Daniel Quare sagt man nach, das Zeigerwerk und somit den Minutenzeiger erfunden zu haben. Abraham Louis Breguet war zwar nicht der Erfinder des Sekundenzeigers, aber fast alle seine Präzisionstaschenuhren besaßen ihn.

 

Markenzeichen seiner schlanken und flachen Taschenuhren waren Zeiger mit einem Ring unter der pfeilförmigen Spitze. Bis heute schmücken diese nach ihm benannten Zeiger die Uhren aus der von Breguet einst begründeten Manufaktur. Ein schönes Beispiel bietet die Schweizer Qualitätsmarke Tissot.

uhrenzeigerarten-tissot

 

Zeigerformen in verschiedenen Stilepochen

Aber auch jede Kunst- bzw. Kulturepoche hat Niederschlag in den Zeigerformen gefunden. Bis heute tragen Zeiger den Namen einer Stilepoche – z.B. Louis XV-Zeiger oder eines bestimmten Kunststils – z.B. der kubistische Zeiger – oder den Namen eines Uhrmachers und Erfinders – wie z. B. der erwähnte Breguet-Zeiger.

 

Heute gängige Zeigerformen sind die:

 

  • Birnen-Form,uhrenzeigerarten-ch-wolf
  • die Dauphine-Form, am Beispiel einer Festina Uhr,uhrenzeigerarten-festina
  • Feuille-Zeiger, die an ein Blatt erinnern, am Beispiel einer Bruno Söhnle Uhr,uhrenzeigerarten-bruno-soehnle
  • die Kathedralen-Form, die häufig bei klassischen Uhren eingesetzt wird,

 

  • der Mercedes-Zeiger ist typisch für die Marke Rolex,

 

  • schnörkelos und schlicht präsentiert sich der Obélisque-Zeiger, anhand einer Calvin Klein Uhr.
    uhrenzeigerarten-calvin-klein

Zeiger können vergoldet oder gebläut sein oder ganz und gar in schlichtem Schwarz wie die Zeiger einer jeden Bahnhofsuhr. Eines sind Uhrenzeiger jedoch nie – überflüssig – ganz im Gegenteil.

 

 

Warum sich Zeiger im Uhrzeigersinn drehen?

Zum Abschluss meines kleinen Ausflugs in die Welt der Zeigerformen noch etwas aus der Rubrik „Wissen macht Ah“. Haben Sie sich eigentlich schon einmal die Frage gestellt, warum sich die Zeiger einer Uhr im Uhrzeigersinn drehen? Um die Antwort darauf zu geben, muss man in die Zeit zurück, als die Sonne den Tagesablauf der Menschen bestimmte.

 

Der Lauf der Sonne ist immer gleich: Von Osten wandert sie über Süden bis sie im Westen untergeht. Logischerweise ist der Lauf des Sonnenschattens immer der gleiche – und zwar wandert auch er immer rechts herum.

 

Als man nun anfing, mit mechanischen Uhren die Zeit zu bestimmen, ahmte man den Lauf der Sonne nach. Dementsprechend drehten sich die Zeiger einer Uhr – wie der Sonnenschatten – rechts herum. So wurde der Uhrzeigersinn festgelegt. Mehr dazu erfahren Sie hier.

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