UHR.DE testet – Taschenuhren

Taschenuhren sind ein Relikt vergangener Zeiten, so scheint es. Sie erfreuen sich jedoch seit einigen Jahren wieder höchster Beliebtheit. Wir haben die Vor- und Nachteile von Taschenuhren zusammengetragen.

Taschenuhren sind längst nicht mehr nur ein Symbol der Noblesse und des Reichtums vergangener Jahrzehnte. Nachdem sie lange Zeit von der Armbanduhr verdrängt wurden, leben die auch als Sackuhren bezeichneten Uhren heute wieder neu auf. Bei der richtigen Auswahl gilt jedoch einiges zu beachten.

 

 

1. Die Optik

Taschenuhren sind bekannt für ihre extravaganten und formschönen Designs. Dabei werden die Gehäuse oft mit filigranen Gravuren veredelt, die auch als Taschenuhr Tattoo bezeichnet werden und für den unvergleichlichen  Nostalgie-Charakter sorgen.

 

Gute Beispiele hierfür bringen die Hersteller Royal London und Lotus. Moderne Varianten bringt hingegen die farbenfrohe Marke ZIIIRO auf den Markt.

taschenuhr-royal-london-gold UHR.DE testet – Taschenuhren

Durchgesetzt hat sich vorrangig die Savonnette-Art der Taschenuhr, bei der ein Sprungdeckel das Zifferblatt schützt. Aber auch Modelle ohne Deckel oder mit skelettiertem Deckel sind sehr beliebt.

 

Punkte: 10 von 10 Punkten

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2. Materialien

Nach der jeweiligen Art der Taschenuhren richten sich die Anforderungen an die Materialien. Besitzt die Taschenuhr einen Sprungdeckel ist die Notwendigkeit eines kratzfesten Glases nicht derart gegeben, wie bei einer Taschenuhr ohne Deckel.

 

Bei letzterer solltet Ihr definitiv auf mindestens Mineralglas- oder besser noch Saphirglas-Qualität achten. Kunststoff- oder Plexiglas ist nur bei Taschenuhren mit Sprungdeckel zu empfehlen.

 

Beim Uhrengehäuse eignet sich – wird sie regelmäßig bzw. im Alltag getragen – am besten Edelstahl. Dieses Material ist sehr robust, wehrt Kratzer und leichte Stöße gut ab und vergilbt nicht. Exklusivere Materialien kommen vor allem bei Premiummodellen oder Vintage Sammlerstücken zum Einsatz. Aber auch günstigere Alternativen, wie Messing, finden sich.

 

Zudem solltet Ihr bei der Auswahl der Taschenuhr darauf achten, dass eine Sicherheitskette entweder im Lieferumfang enthalten ist oder zumindest die Möglichkeit, eine solche zu befestigen.

 

Punkte: 9 von 10 Punkten

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3. Uhrwerke

Taschenuhren sind sowohl mit Quarzwerken als auch mit mechanischen Uhrwerken erhältlich. Ob mit Hand- oder Automatikaufzug ausgestattet, steht bei Taschenuhren mit Mechanikwerken i.d.R. das Herzstück im Fokus. Teilweise oder vollständig skelettierte Zifferblätter geben den Blick auf das Innenleben frei.

 

Für Funktionsliebhaber bietet die Taschenuhr keine echte Alternative zur Armbanduhr. Hauptsächlich werden die gängigen Komplikationen, wie Datumsanzeige, 24-Stundenanzeige und kleine Sekunde, in den Zeitmessern verbaut. Weniger verbreitet sind Stoppfunktionen.

 

Punkte: 9 von 10 Punkten

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4. Fazit

Wer den Vintage-Stil bevorzugt, gerne stilbewusst und originell durchs Leben geht sowie Armbanduhren als unpraktisch oder lästig empfindet, ist mit einer Taschenuhr sehr gut beraten.

 

Taschenuhren sind nicht nur designtechnisch eine Augenweide, sondern können sehr exklusiv und hochwertig verarbeitet sein. Die Qualität ist hier entscheidend.  Waren Taschenuhren damals eher ein Accessoire für den Herrn, gibt es heute auch durchaus Damen, die die Uhren als Kette tragen.

 

Punkte: 9 von 10 Punkten

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Autor
Alice Kagels
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