UHR.DE – Schmucksteinkunde: Der Jade

In unserer Serie ´UHR.DE – Schmucksteinkunde` widmen wir uns den Halbedelsteinen, welche auch Schmuck- oder Edelsteine genannt werden. Tiefgründige Bedeutungen, heilende Wirkungen und eine hohe esoterische Relevanz werden den Steinen zugesprochen. Tauchen Sie mit uns ein in die magische Welt der Steinkunde!

Aus Jade gefertigte Waffen und Werkzeuge wurden bereits in der Steinzeit als wertvolles Gut betrachtet. Dies belegen Funde aus der Steiermark. Zur Waffenherstellung eignet sich Jade hervorragend, ist das Steinmaterial doch oft härter als Stahl. Bis heute ist der grüne Edelstein in allen Kulturkreisen ein begehrenswertes Accessoire, was unsere Beachtung mehr als verdient.

 

 

Grundlagen

Der Jade zählt zu den ältesten Kultsteinen der Welt und symbolisiert die fünf Haupttugenden Weisheit, Mut, Bescheidenheit, Gerechtigkeit und Barmherzigkeit. Im alten China ist er seit über 8000 Jahren ein wichtiger Bestandteil der Kultur und wird auch als Himmelsstein bezeichnet. Er steht dort als Sinnbild für alles Schöne und Kostbare.

 

Eingeordnet wird der Jade in die Mineralklasse der Silikate und gilt als Mineral der Pyroxen-Gruppe. Er entsteht bei der Umwandlung aus Albit unter hohem Druck und extremen Temperaturen. Beimengungen von Chrom oder Eisen lassen den Stein grün oder rot bzw. braun erscheinen.

 

Manchmal erscheint der Jade auch schwarz. Selten ist er farblos, weiß, gelb, pink, violett oder orange. Der „Imperal Jade“, auch „Kaiserjade“ genannt, stellt den feinsten Jade dar. Er besticht durch eine gleichmäßige smaragdgrüne Färbung und eine nahezu perfekte Oberflächenstruktur.

 

Aber auch kleine Flecken, Streifen und Äderchen stellen nicht zwingend Makel am Jade dar. Ganz im Gegenteil, bestimmte Musterungen machen ihn besonders wertvoll.

 

Seinen Namen erhielt er ursprünglich von spanischen Eroberern Mittel- und Südamerikas. Die Ureinwohner dort wandten den Jade als Heilstein bei Nierenleiden an, was ihm den Namen „piedra de ijada“, zu Deutsch Lendenstein, bescherte. Von den Franzosen wurde der Name als „l‘ éjade“ übernommen, woraus sich im 17. Jahrhundert „le jade“ entwickelte.

 

 

Geschichte

Bereits seit Jahrtausenden ist der Jade auf der ganzen Welt ein äußerst begehrter Stein. Im alten China wurde er teurer als Gold gehandelt und zu Waffen und Kultfiguren verarbeitet. Bis heute wird dem Träger des Edelsteins Gesundheit, Erfolg, Harmonie, Schönheit und ein längeres Leben nachgesagt, weshalb auch im modernen China ein Großteil der Bevölkerung einen Jadestein besitzt.

 

Auch die Mayas und Azteken glaubten schon an die schützende Wirkung des Jades und nutzten ihn oft als Opfergabe. Sie bezeichneten ihn als Stein der Liebe und sagten ihm Harmonie und inneren Frieden nach.

 

Im arabischen Raum findet der Jade ebenfalls als Schutzstein und Glücksbringer Ansehen. In Form eines Skarabäus geschliffen soll er vordem Bösen bewahren.

 

Die Maori Kultur arbeitet aus Jade wertvolle Waffen und Kultgegenstände. Der Aberglaube mit Hilfe des Steins die Fähigkeit zu erlangen Träume deuten zu können verschaffte ihm den Beinamen „Traumstein“.

 

 

Vorkommen

Jade wird heute vor allem in Tibet, Indien und Burma angebaut. Aber auch in Teilen Kanadas, der USA, Japans und Russlands kommt der seltene Stein vor. Er entsteht unter extremen Druck und sehr hohen Temperaturen.

 

 

Der Jade in der Schmuckbranche

Von Diamanten geschliffen und sorgfältig poliert, wird dem Jade sein einzigartiger Glanz verliehen, der ihn schon in den 20er Jahren zu einem der beliebtesten Schmucksteine machte. Auch die kostbarsten Schmuckstücke chinesischer Kaiser sind mit dem Jade besetzt.

 

In den 60er und 70er Jahren wurde er in der Hippie Kultur als „Stein der Weisen“ bezeichnet, da er das esoterische Symbol der Weisheit darstellte.

 

Reinigt Euren Jade unter fließendem, klarem Wasser. Da er ein sehr harter Stein ist, eignet er sich hervorragend als Schmuckstein. Auf dem Nomination Composable Classic Farbsteine Facettierte Jade erstrahlt der Stein in verschiedenen Farben. Entscheidet Euch für eine Lieblingsfarbe oder kombiniert mehrere Nomination Glieder mit Schmucksteinen miteinander.

 

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Esoterik

Schon im Mittelalter ist der Jade in der Medizin eingesetzt wurden. So nutzten ihn die Hebammen bei Geburten wegen seiner blutstillenden Wirkung. Als Heilstein bei Gicht, Nierenleiden, Unfruchtbarkeit und bei Problemen mit dem Herz-Kreislauf- und Immunsystem wird der Jade bis heute gern eingesetzt.

 

Legt man ihn sich auf die Stirn soll er beim Einschlafen helfen. Insgesamt stabilisiert er das organische und seelische Gleichgewicht. Lebenslust, Aufgeschlossenheit, Mut, die innere Ruhe und Freude werden durch den Jade gestärkt. Er wirkt ausgleichend und fördert die Liebe.

 

In der Astrologie dient der Schmuckstein dem Krebs und der Waage als Hauptstein. Ersterem beschert er Zuversicht und Sicherheit. Letzterem schenkt er innere Harmonie und Vitalität. Als Nebenstein für die Tierkreiszeichen Wassermann, Fische, Jungfrau und Skorpion soll der Jade für Lebensfreude, Zuversicht, Harmonie und Beständigkeit sorgen.

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Autor
Martina Haack
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